Leitbild & Konzept

Unser Leitbild

Gott sagt Ja zu jedem Menschen.

Dieses Ja sprechen wir den Kindern und Erwachsenen zu.

Deshalb sagen wir Ja

  • … zu Kindern von 0 bis 10 Jahren, getauft oder ungetauft, mit oder ohne Behinderung
  • … zu Familien und Alleinerziehenden
  • … zur Vermittlung von Werten, die die Gesellschaft und jeden einzelnen Menschen tragen
  • … zu christlichen Ritualen und einer Kultur des Zusammenlebens und Feierns
  • … zur religionspädagogischer und fachpädagogischer Qualifizierung unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • … zur vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Eltern und den anderen Institutionen
  • … zu qualitativ guter Ausstattung unserer Tageseinrichtungen

Während der Vorbereitung unserer schriftlichen Konzeption setzten wir uns mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen auseinander.
Dazu gehörten:

bild konzep

  • Die Waldorf-Pädagogik
  • Der Waldkindergarten
  • Die Montessori-Pädagogik
  • Der lebensbezogene Ansatz
  • Die Reggio-Pädagogik
  • Der offene Kindergarten
  • Der Situationsansatz
  • Der situationsorientierte Ansatz

 

Nach Prüfung aller für uns wichtigen Kriterien  (z.B. Personal- bestand, Lage, Räumlichkeiten,  Umfeld), waren wir von den Inhalten des „Situationsansatzes“ dermaßen überzeugt,dass wir, als Team, beschlossen, unsere   pädagogische Arbeit nach diesem Ansatz auszurichten und ihn in unserem Kindergarten umzusetzen.

Der Situationsansatz

Der „Situationsansatz“ stellt das Kind in seinem gegenwärtigen Erleben in den Mittelpunkt. Er ist realistisch, da seine Schwer­punkte auf Situationen des Kindes sowohl innerhalb als auch außerhalb des Kindergartens basieren.

Die drei Grundbegriffe des Situationsansatzes sind:

1. Situationsanlass
Jedes Ereignis im sozialen Umfeld des Kindes — sofern es mit dem Erleben, Handeln und Verhalten des Kindes in Bezie­hung steht (z.B. Konflikte mit Freunden oder Geschwistern)
2. Situationsanalyse
Analysieren der Situationen, um dann daraus ein Projektthema entwickeln zu können.
3. Situation
Das Erleben und der Zustand des Kindes (Angst, Freude, Trauer, Wut)

Bei der Umsetzung alles bisher Genannten in unserer täglichen Arbeit mit Kindern, spielt die Beobachtung eine große Rolle (immer wieder überprüfen, schriftlich festhalten und reflekt­ieren, was in meiner Gruppe los ist — wie es dem einzelnen Kind geht) um dann ein Projekt mit den Kindern zu planen   und zu entwickeln. Dazu werden alle Vorschläge der Kinder gesammelt und aufgeschrieben (genannt: Kinderkonferenzen). Dabei erfahren die Kinder,dass sie ein Mitbestimmungsrecht besitzen und die Geschehnisse in der Kindertageseinrichtung beeinflussen können.

Spiel

kind spielDie Begriffe „Spiel und Ernst“ stellen in unserer Sprache Gegen­sätze dar, dennoch ist das Spielen für das Kind eine ernsthafte Tätigkeit. Es ist weder eine lustbetonte Tätigkeit, noch eine Freizeit­beschäftigung. Daher bezeichnet man es als „Hauptberuf“ des Kindes. Das Spiel ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Lebenslauf eines Kindes und dabei entscheidend für seine Persönlichkeits­entwicklung. Beginnend im Elternhaus festigt die Kindertageseinrichtung das Fundament des Spieles (Spielverhalten, Spielfreude, etc.) und baut es weiter aus. Dabei ist die Auswahl, Qualität und Funktionalität des eingesetzten Spielmaterials mitent­scheidend dafür,ob und wie das Kind dieses für seine „Arbeit“ verwendet.

Hauptsächlich und ausschlaggebend für das engagierte, kindliche Spiel ist jedoch, dass nicht wir für das Kind planen und dabei die Wahl und den Einsatz des Spielzeuges festlegen,sondern dass wir den Kindern diese Entscheidung überlassen.
Sie wissen am besten, was ihnen Spaß macht,  was sie ärgert und wie sie mit anderen Kindern spielen
können.

Die Erwachsenen müssen den Kindern zuhören, ihren Argumenten Gewicht verleihen und so die Kinder als wichtigste Partner im Spielplanungsprozess einbeziehen. Nur unter diesen Voraussetzungen werden Spielbereiche kindgerecht und die Beziehung des Kindes zum Spielmaterial vertieft. Die Voraussetzungen (Spielbereich/Spielmaterial) sind nun geschaffen, aber…

Das Spiel des Kindes ist nicht ergebnisorientiert; es ist aktiv und hat Spaß am Tun. Es läßt sich dabei von der Freude antreiben, ohne zu wissen, dass dieses grundlegend seiner Entwicklung dient Dabei setzt sich das Kind handelnd mit seiner gesamten Umwelt auseinander. Es möchte diese entdecken, verstehen, sich ihren Gesetzmäßigkeiten annähern und sich mit un­bekannten Dingen vertraut machen.

Kinder handeln nach dem MOTTO: lego
„Das Unbekannte muß bekannt werden,  das Neue wartet auf eine persönliche Entdeckung, das Reizvolle will erlebt werden!“


Das Kind entdeckt im Spiel die Möglichkeit, dass es selbst etwas herausfinden kann. Das steigert seine Motivation und Lernfreude.  Es sucht sich spontan andere Herausforderungen, um auch an ihnen eine Lösung auszuprobieren. Dabei sehen, hören, riechen, fühlen und begreifen Kinder ihre Umwelt, wobei jede noch so kleine Möglichkeit des Spiels aufgegriffen und vertieft wird (z.B. im Kartoffelpüree werden mit der Gabel Muster gezogen, vor dem Spiegel beim Anziehen werden Grimassen gemacht, ein Baum im Wald regt zum Klettern an usw.)

Die Elternarbeit

Ein wichtiger Aspekt in unserer Arbeit mit den Kindern ist die Zusammenarbeit mit den Eltern. Für Kinder ist es wichtig zu erleben, dass die Kindertageseinrichtung und Familie keine voneinander getrennten Teile ihrer Lebenswelt sind, sondern eng miteinander in Verbindung stehen.
Somit wird vermieden, dass Kinder in ein Spannungsfeld unterschiedlicher Erziehungsstile und -ziele geraten. Eine gute Kooperation ergibt sich aus einem partnerschaftlichen Austausch.
Bei kleineren Problemen und Vorkommnissen dienen die Tür- und Angelgespräche der Information und dem Verständnis von Verhaltensweisen der Kinder. Neben dem Angebot der Elternsprechnachmittage,die einmal jährlich stattfinden, besteht jederzeit die Möglichkeit zu einem Eltern — Erzieherinnen-Gespräch,eltern um bei Konflikten und bestimmten Vorhaben gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Elternabende finden unregelmäßig und bei Bedarf statt. Hier werden unsere Eltern von Fachleuten über Institutionen und deren Arbeitsweise informiert (Logopädie, Ergotherapie, Kinderärzte).

Neben diesen Angeboten sehen wir unsere Kindertageseinrichtung als einen Ort, an dem Eltern sich treffen und miteinander ins Gespräch kommen können. An den regelmäßig stattfindenden Klönnachmittagen können Bekanntschaften entwickelt oder vertieft werden. Damit Eltern die Spielwelt ihrer Kinder kennen lernen oder besser verstehen, finden jährlich Spielnachmittage für Kinder und Eltern statt. Bei vielen Gelegenheiten (Feste, Unternehmungen, Ausflüge, Umgestaltungen des Außengeländes) ist die Mithilfe unserer Eltern unentbehrlich.